Pressestimmen zur CD minimal music for organ

 

Terry Riley, Phil Glass und Steve Reich prägten den Begriff der minimal music. Von den 70er Jahren an beeinflusste ihr Stil auch in Europa viele Komponisten. So z. B. den Niederländer Jan Welmers, der durch seine Orgelwerke im Stil der minimal music bekannt wurde. Und jetzt spielte sie der Organist Markus Goecke zum ersten Mal zusammenhängend auf dieser neuen CD beim Label audite ein. Als Organist und Cembalist eigentlich Spezialist für Alte Musik präsentiert Goecke diese filigrane Arbeit an der Orgel sehr überzeugend.

 

WDR 3 Hörproben, 30.03.2001 Corinna Rottschy

 

Sanft und ruhig, mit einem geradezu unglaublichen Farbenreichtum, fließt diese Musik und verändert sich zielgerichtet. Hierbei ist die traumhafte Klangtechnik der CD hervorzuheben und auch das optimale Musizieren von Markus Goecke. Für Minimal- und Orgelfans ist diese CD gleichermaßen zu empfehlen. Für beide wird hier ein seltener, aber einnehmend schöner Weg beschritten.

 

Olaf Behrens für buch.de vom 11.05.2001

 

Dieser Musik gelingt es, die Wirkung einer Trance zu verursachen… Die Interpretation von Markus Goecke entspricht genau den Wünschen des Komponisten.

 

Cette musique parvient à suggérer un phénomène de transe... L’interpretation de Markus Goecke épouse les vœux du compositeur...

 

Monde de la Musique, Oktober 2001, Frankreich

 

 

Melodien entstehen, treten in Konflikt mit dem zu Grunde liegenden Antrieb und führen in einen überwältigenden Höhepunkt, um dann in einer Art Selbstauflösung zu verschwinden. Es bedurfte einer vertrauten Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten und dem Organisten Markus Goecke, um diese Perfektion zu erreichen, die beim Zuhörer eine Faszination durchaus mit religiösen Schwingungen entstehen lässt.

 

Des mélodies surgissent et entrent en conflit avec la pulsion fondamentale et conduisent à un paroxysme saisissant pour disparaître ensuite en une sorte d’autodissolution. Il a fallu une intime collaboration entre le compositeur et l’organiste, ici Markus Goecke, pour obtenir cette perfection qui fera naître chez l’auditeur une fascination non dépourvue de résonances religieuses.

 

www.organist.com, Frankreich

 

 

Der niederländische Komponist Jan Welmers ist... besonders mit seinen minimalistischen Orgelwerken bekannt geworden, die nun erstmals gesammelt auf CD vorliegen. Markus Goecke hat für seine Einspielung die Goll-Orgel der Kirche St. Martin in Memmingen benutzt, die mit 62 Registern auf vier Manualen und Pedal ein ideales Medium für diese Musik darstellt. Hier lassen sich minimale dynamische Unterschiede und changierende Klangverläufe sehr präzise umsetzen, was mitunter eine schlichtweg überwältigende Wirkung hat. Goecke nutzt das enorme Potenzial des Instrumentes überlegen aus und vermag den Spannungsbogen durch sein nachdrückliches, bisweilen sogartiges Spiel über die teilweise gut zwanzigminütigen Stücke stets aufrecht zu erhalten. Seine Interpretationen sind darüber hinaus in vielen Details sehr exakt ausgearbeitet. Der zuweilen elektrisierenden, manchmal gar psychedelischen Wirkung der "Minimal Music " vermag man sich schwer zu entziehen, zumal wenn - wie in diesem Fall - ein Interpret mit dem sprichwörtlichen langen Atem und ein Instrument mit grandiosen dynamischen Ressourcen hinzukommen. Eine CD, die ihre Wirkung nicht verfehlen dürfte.

Interpretation und Technik jeweils 5 Punkte (Höchstbewertung)

 

Musica Sacra, Heft 3/2001

 

 

Die Ausführung von "minimal music" stellt hohe Anforderungen an die Virtuosität und die Konzentration des Spielers. Der deutsche Organist Markus Goecke ist all diesen Ansprüchen gewachsen, er weiß die Spannung aufrecht zu halten und er arbeitet sehr treffsicher die Sphären heraus, die Farbe und Leben in den minimalistischen Kontext bringen. Die moderne (1998) Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen ist mit ihren 62 Registern ein wirkungsvolles Instrument für dieses Repertoire.

 

Het uitvoeren van minimal music stelt hoge eisen aan de virtuositeit en de concentratie van de speler. De Duitse organist Markus Goecke is tegen de eisen opgewassen, hij weet de spanning erin te houden en hij typeert trefzeker de vele sferen die kleur en leven brengen binnen de minimalistische context. Het moderne (1998) Goll-orgel van St. Martin in Memmingen is met zijn 62 registers een effektief instrument voor dit repertoire.

 

LUISTER, November 2001, Niederlande

 

 

Markus Goecke gibt Jan Welmers sehr überzeugend wieder auf "seinem" 1998 von Goll gebauten Instrument (62 Register) in der Martinskirche im deutschen Memmingen. Fürwahr keine Kleinigkeit. Welmers' minimal-Kompositionen fordern das äußerste vom organistischen Können, um ihnen die Monumentalität zu verleihen, die sie verlangen. Goecke hat damit keine Probleme.

 

Markus Goecke geeft Jan Welmers zeer overtuigend weer op „zijn“ in 1998 door Goll gebouwde instrument (62 stemmen) in de St.-Martin in het Duitse Memmingen. Voorwaar geen kleinigheit. Welmers’ minimal-werken vragen het uiterste van het organistisch kunnen om de monumentaliteit eraan te geven die ze vereisen. Goecke heeft daar geen moeite mee.

 

Reformatorisch Dagblad, 10.12.2001, Niederlande

 

 

Der weiche Klang der Grundstimmen, die warmen Flöten und der effektiv wirkende Schwellkasten geben der Musik von Welmers eine besondere Dimension... Höhepunkt der Aufnahme ist Sequens, worin die Orgel in vielfältigen Klangfarben zu hören ist, ohne dass die große Linie verloren geht. Eindrucksvoll ist der Schluss, wo das einstimmige Motiv (dank des Schwellkastens) im Nichts verschwindet... Für diejenigen, die "minimal music" kennen lernen möchten, ist diese CD bestimmt eine Empfehlung.

 

De wollige klank van de grondstemmen, de warme fluiten en de effectief werkende zwelkast geven de muziek van Welmers een extra dimensie... Hoogtepunt van deze opname is Sequens waarin het orgel in allerlei klankkleuren te horen is zonder dat de grote lijn verstoord wordt. Indrukwekkend is het slot waarbij het eenstemmige motief in het niets verdwijnt (met dank aan de zwelkast!)... Voor wie kennis wil maken met minmimal music deze cd beslist een aanrader.

 

De Orgelvriend, Dezember 2001, Niederlande

 

"Laudate Dominum", "Sequens", "Litanie" und "Invocazione" heißen die zwischen 1979 und 1988 komponierten Stücke des Niederländers Jan Welmers, die Markus Goecke nun an der Goll-Orgel von St. Martin in Memmingen eingespielt hat. "Minimal Music" mit langem Atem. Doch für die mitunter riesigen Steigerungen besitzt Goecke ausreichend Luft. Er dosiert pingelig genau und kommt ohne Sauerstoffgerät ans Ziel.

 

Fono Forum, April 2002

 

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